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Boule & Pétanque

Boule & Pétanque (7)

Hier findet Ihr all das, was es über unsere Sportart zu Wissen gibt.
Freitag, 18 März 2011 07:39

Geschichte der Kugelspiele

geschrieben von

Zeittafel und Geschichte der Kugel-Spiele

Das Werfen ist eine der natürlichsten und am meisten angewandten Bewegungen des Menschen.

um 460 v. Chr.

Sphaera

Griechische Ärzte – z.B. Hippokrates – empfehlen* wärmstens ein Kugelspiel, bei dem Steinkugeln verwendet wurden.

*…da es sich um eine Übung handelt, die Arm- und Beinmuskulatur entwickelt, Wirbelsäule und Gelenke geschmeidig hält, aber vor allem das Augenmaß, das Urteilsvermögen und die Entscheidungsfreudigkeit fördert…

2.Jh. n. Chr.

Trägerspiel

Julius Polux beschreibt dieses Spiel, bei dem zwei Spieler einen entfernten Ziegelstein mit ihren Steinkugeln treffen müssen. Der Verlierer muss anschließend den Gegner auf den Schultern bis ins Ziel tragen.

Römischer Kindersarkophag mit kugelspielenden Kindern

1319 untersagt Philipp V.

das Boulespiel

Die Herrscher sahen im Boulespiel eine Gefährdung der Staatssicherheit

…stattdessen sollen sich die Untertanen üben beim Bogen- und Armbrustschießen, beim Fechten oder Lanzenwerfen…

Karl V. erneuert 1369 dieses Verbot.

In England verboten1388 Richard III. und später auch seine Nachfolger das Spiel den Nichtadeligen.

14. Jahrhundert

Erzbischof von Tournay

Auch die Kirche sprach Verbote aus. So schrieb der Erzbischof:

…dass niemand mit Kugeln, gleich ob rund oder anders beschaffen, in der Gegend von Tournay, spielen dürfe, ausgenommen sind Sonntage und kirchliche Feiertage, an denen nach dem Mittagessen gespielt werden darf…

1629 Verbot durch das Parlament

Um sich einen breiteren Markt für das neue „Jeu de paume” zu verschaffen, ließ die Kunsthandwerkerzunft, die die Schläger und Federbälle fabrizierte, das Boulespiel gerichtlich verbieten.

…Boule verführt zu lasterhaften Ausschweifungen und ist Ursache sonstiger Unverschämtheiten…

1697

Pariser Synode

Sie untersagte allen Geistlichen in der Öffentlichkeit oder im Beisein von Weltlichen das Boulespiel.

All dieser Verbote zum Trotz konnte die Ausbreitung des Boulespiels nicht aufgehalten werden. Man spielte heimlich in Klostergärten oder auf abseits gelegenen Plätzen.

1824 Lyoner Polizeiverordnung

Im Süden Frankreichs und in der Provence erfreute sich das Spiel so großer Beliebtheit, dass sich der Bürgermeister von Lyon gezwungen sah, einzuschreiten.

…es wurde verboten, auf Verbindungsstraßen zwischen den Orten und auf Hauptstraßen der Stadt Boule zu spielen…

Im Laufe der Zeit entwickelten sich in den verschiedenen Provinzen Frankreichs verschiedene Arten, Boule zu spielen.

Bretagne: Boule-en-Bois

Wird nur noch in der Bretagne gespielt.

Die Kugeln sind aus Holz. Gespielt wird in einem von Bohlen umgebenen 4 x 22 m großen Feld.

Loire: Boule-de-fort

Wird mit diskusähnlichen Kugeln gespielt, mit einer konkaven und konvexen Seite, die zusätzlich unterschiedlich schwer sind. Das Spielfeld ist durch seitliche Wälle begrenzt und 35 m lang.

Region Paris: Boule des berges

Das Spielfeld ist fest gewalzt mit seitlichen Neigungen aus Beton und hat die Maße 3,3 x 32 m.

Lyon: Boule Lyonnaise

1894 wurde das erste Turnier nach festen Regeln ausgetragen, an dem 1200 Spielerteilnahmen. Gespielt wird auf einem speziell präparierten Terrain von 4 x 27,5 m,

das in einzelne Felder eingeteilt ist. Das Spiel ist kompliziert, bewegungsreich und erfordert viel Training.

Provence: Jeu provençal

Alternativ zum Boule Lyonnaise, mit etwas einfacheren Regeln, entwickelte sich das Jeu provençale. Gelegt wird mit Ausfallschritt, geschossen mit 3 Schritt Anlauf auf einem Bein.

Pétanque:

Es entstand 1910 in La Ciotat und braucht keine speziell präparierte Bahn. Gespielt wird in einem 4 x 15 m großen Feld aufeine Entfernung von 6 – 10 m. Der Name leitet sich ab von „pieds tanqués” (geschlossne Füße – auf provencalisch: ped tanco). Alle Kugeln werden mit geschlossenen Füßen aus dem Abwurfkreis gelegt oder geschossen.

Quelle: © 2002 Klaus Eschbach


 

Freitag, 18 März 2011 07:00

Boule-ABC

geschrieben von

Termini im Pétanque oder Boule-ABC

Ein herzliches Dankeschön an Klaus Grieseler, der sich die Arbeit gemacht hat, aus dem Französischen eine adäquate Erklärung ins Deutsche vorzunehmen.

Ausdruck

Bedeutung

 

ADDITIONNER

Der Gegner hat keine Kugeln mehr aber man selber hat noch welche, um das Ergebnis zu verbessern. Syn.: ajouter, remplir le sac.

ARRIVER EN CHANDELLE

Sagt man zu einer perfekt gespielten Kugel, die den Punkt macht.

ARRONDIR

Der Kugel mit dem Handgelenk eine Drehung geben, was beim Schießen die Chancen zum Erzielen eines Carreau erhöht.

ARROSER

( wörtlich übersetzt eigentlich: naßmachen, begießen ): Mit Erfolg auf alles schießen, was rumliegt.

ASSOMMER

Eine Kugel extrem hoch spielen, dass sie am Boden quasi so nah wie möglich am Ziel einschlägt. Syn.: sécher, bloquer, envoyer.

( Envoyer un ) AVION

Ohne zu wollen eine Kugel sehr kräftig spielen, mit welchem Ergebnis auch immer. Syn.: bombe, train, TGV.

AVOIR LE BATI

(oder BATI-BATI)

Sagt man über einen Spieler, der Angst hat, gestresst ist in einer bestimmten Situation und dem es nicht gelingt, die dreizehn zu legen. Syn: avoir 40 de fièvre, avoir les commissions dans le filet, avoir le pendule, la tracante, être cardiaque, caguer aux brailles. Anm. d. Verf. : scheint eine weitverbreitete Erscheinung zu sein, wenn es so viele Ausdrücke dafür gibt!

BALAYER

Per Reglement verbotene Präparation des Geländes wie Hindernisse aus dem Weg räumen oder die „Donnée platt machen“.

BIBERON

( Eigentlich Schnuller ) Eine Kugel wird direkt an das Schweinchen gelegt, das nennt man Biberon. Man macht ein „bibe“. Syn: embouchonner, têter, faire un têtard, un têton.

BILLE

Kugel mit kleinem Durchmesser

BLESSER

Eine Kugel trotz Treffer nicht weit genug wegschießen

BORDURES

( faire les )

Kleine bzw. leichte Turniere spielen, bei denen keine allzu starken Gegner zu erwarten sind, um möglichst erfolgreich abzuschneiden. ( In Deutschland gab es mal den Redakteur einer nicht mehr existierenden Boule-Fachzeitschrift, der angeblich leichte Turniere bestritt, deren Ergebnisse er dann in seine selbst erstellte Rangliste einbaute. ) Natürlich stand er in dieser Rangliste meistens weit oben. Die übrige deutsche Boulewelt nannte das Verfahren ironisch: Banga-Punkte machen.

BOURRE

( tirer la bourre )

Immer bis zum Ende spielen, nie teilen wollen, z.B. im Halb- oder Finale. In Frankreich ist das Teilen, wenn’s denn etwas spät wird, sehr beliebt; man will ja nicht zu spät zum Essen kommen.

BRANCHER

Das bedeutet, den Gegner mit irgendwelchen Bewegungen in seinem Blickbereich zu irritieren, z. B. mit den Füßen zappeln oder die Hände bewegen oder sonstiges tun, um den gegnerischen Spieler in seiner Konzentration zu stören. Ist natürlich nicht erlaubt, wird aber oft genug gemacht. Syn.: embrouiller, faire la chanson.

BUT

Holzkugel, meist aus Buchsbaum, an der man seine Kugeln möglichst oft näher als der Gegner platzieren sollte. Synonyme: bouchon, cochonnet, petit, gari, chonbou. Dazu noch eine Superdefinition der Automatenübersetzung von Babelfish :-) SCHWEINCHEN - Kugel von Hölzern kleinen Durchmessers, von der man die Kugeln so nahe wie möglich angehen muß. In Provence man sagt nicht das Schweinchen, sondern das Ziel, den Stöpsel, das Kleine. Das Schweinchen ist eher Pariser. Siehe auch Nährflasche.

CADRE

Spielfläche, die durch Auslinien abgegrenzt ist, außerhalb derer Kugeln und Sau ungültig sind. Jeu cadré: Spiel innerhalb eines "cadre", der Begrenzungslinien hat, innerhalb derer die Sau zu Beginn jeder Aufnahme geworfen werden muss.

CANARD

( était toujours vivant... )

Wird manchmal gesagt, um den Gegner ( auf nette Art ) zu irritieren; wenn man kurz vor einer Niederlage steht, der Gegner aber noch nicht gewonnen hat, z. B. "um halb sechs war die Ente noch am Leben" - damit hat man bei den Zuschauern immer Lacherfolg, beim Gegner weniger...

CARDIAQUE

Nennt man Spieler, die keinen (Leistungs-) Druck aushalten.

CARREAU

Das ist der perfekte Schuß. Deine Kugel trifft die gegnerische und nimmt exakt deren Platz ein. Synonyme: Arrêt, oeuf, brique, boîte, molinello, fly, flash, gel, rustine, ratamaù.

CASQUETTE

Die Schusskugel landet auf dem Kopf der angepeilten Kugel, ohne deren Position wesentlich zu verändern ( auf deutsch: Mütze ).

( Jouer le ) CATENACCIO

Sagt man über eine Mannschaft, die nie schießt, immer verteidigt. Ursprünglich war das die Bezeichnung für das Spielsystem der italienischen Fußballnationalmannschaft, basierend auf der bedingungslosen Verteidigung des eigenen Tors und nur dann anzugreifen, wenn ein Erfolg fast sicher ist.

CHARGÉE

Werden Kugeln genannt, die mit irgendwelchen verbotenen Substanzen gefüllt sind, um ihre Spieleigenschaften zu verbessern, z.B. mit Quecksilber, Öl oder Sand. Syn.: pleine, farcie, fadée.

CHATTARD

Spieler, der andauernd Glück hat.

CISEAU

( Schere )

So werden Schüsse genannt, die ähnlich wie beim Billard zwei oder mehrere Kugeln treffen, die nicht in einer Linie liegen. Gute Spieler machen das bewusst, weil sie's können; anderen gelingt so ein Schuss auch mal - der Begriff bleibt der gleiche.

CONTRE

Konter

CONTRE SEC

Wenn man eine Kugel schiesst, sie trifft und damit exakt die Eigene rauskontert, die den Punkt hatte. Syn.: contre-carreau.

COUP DE MAIN

Die Kugeln so loslassen, dass sie durch Innen- oder Aussendrall der Hand einen ungewünschten Effet erhalten; allgemein kann man sagen, dass Rechtshänder meistens die Tendenz haben, ihre Kugeln nach links zu verziehen, während das bei Linkshändern genau umgekehrt ist.

COUPER

Wenn die Gegner mehrere Punkte liegen haben und man durch eine eigene gut gelegte Kugel die Punktzahl reduziert. Syn.: limiter.

CROCHET

( eigentlich: Haken )

Wenn man eine Kugel wirft und sie nicht richtig los lässt ( die Kralle nicht auf kriegt ).

DÉFENDRE LE POINT

Eine gut gelegte Kugel verteidigen, indem man die vom Gegner besser gelegten wegschießt.

DÉMARQUER

Sich selbst einen sicheren Punkt kaputt machen.

DEMI-PORTÉE

Die gebräuchlichste Wurfart, bei der die Kugel in mittlerer Höhe und einer variablen Distanz zwischen Wurfkreis und Ziel gespielt wird. Syn.: Demi-donnée.

DEVANT DE BOULE

Eine Kugel exakt vor eine gegnerische legen, damit die eigene näher am Cochonnet liegt.

DISPERSANTE

Man spielt eine "Zerstreuende", wenn der Gegner alle Kugeln gespielt und das Spiel dicht gemacht hat, als rafle oder demi-rafle um das Spiel aufzumachen, damit man noch den einen oder anderen Punkt legen kann. Natürlich ist das ein etwas dem Zufall überlassender Spielzug, der sich auch ins Gegenteil verwandeln kann, dass nämlich der Gegner davon profitiert.

DONNÉE

Der Aufschlagpunkt einer Kugel auf dem Gelände, von wo an sie zu rollen beginnt.

DOUBLETTE

Mannschaft aus zwei Spielern bestehend mit je drei Kugeln.

ECLATER

Mit einem einzigen Schuß mehrere Kugeln treffen und wegschießen.

EFFET

( donner de l'effet )

Einer Kugel absichtlich eine Links- oder Rechtsdrehung verpassen, damit sie sich nach dem Aufkommen auf dem Boden nach links oder rechts bewegt, z. B. um gegnerische Kugeln oder ein sonstiges Hindernis zu umspielen. Ist nicht einfach!

ELIMINATION DIRECTE

K.O.-System; nach einer verlorenen Partie fliegt man raus.

EMBOUCHONNER

Siehe biberon.

ENVOYER LES PIEDS

Versuch, mit irgendwelchen Bewegungen die Gegner in der Konzentration zu stören oder einzuschüchtern. Sysn.: faire de la musique, du cinéma.

ÊTRE DE PETITE VIE

Sich mit wenig zufrieden geben. "Mit ein oder zwei Punkten je Aufnahme sind wir zufrieden: on est de petite vie".

FAIRE MARCHE ARRIÈRE

( Rückwärtsgang einlegen ) Ein Retro schießen.

FAIRE UN BON REPAS

Eine erfolgreiche Aufnahme machen.

FAIRE UN RENARD

( einen Fuchs machen ) Einen schlechten Punkt legen. Syn.: faire un saucisson, pointer nulle part.

FANNY

Eine Partie mit 13:0 beenden. In dem mir vorliegenden Glossar ist faire Fanny oder baiser Fanny so beschrieben, dass man die Partie verloren hat; nach meinen Beobachtungen auf französischen Bouleplätzen sagt man faire Fanny eher dann, wenn man eine Fanny verteilt hat und prendre Fanny dann, wenn man selber keinen Punkt gemacht hat. Syn.: tôle, rond, bague.

FER

( tirer au fer )

Eisenschuss. Die Kugel des Schießers trifft die gegnerische Kugel, ohne vorher den Boden zu berühren. Syn.: tirer de coup, tirer dans l'oeil ( ins Auge schießen ) oder tirer dans la bouche ( in den Mund ).

FILIÈRE

( avoir la filière )

Einen Lauf haben, z. B. wenn eine Mannschaft bei den Auslosungen immer Glück hat, indem sie gegen nicht ganz so starke Gegner gelost wird. Syn.: prendre les bordures.

FRISER LA CORRECTIONELLE

Sagt man, wenn eine Kugel gerade noch so an einer gegnerischen vorbeirollt, um den Punkt zu machen. Hätte sie die gegnerische getroffen, wäre die Partie zu Ende gewesen. Wird auch gesagt, wenn man eine Partie noch gewinnt, die eigentlich schon verloren war.

FUSÉE

( Rakete ) Wird gesagt, wenn eine Kugel mit sehr viel Kraft als rafle gespielt wird oder auch wenn eine Kugel bei der Bodenberührung auf etwas hartes trifft und dann wie eine Rakete losgeht. Syn.: envoyer un train.

GAGNE

Die Dreizehn, Synonym für den Gewinn einer Partie.

GOUTTE À GOUTTE, AVOIR LE GOUTTE À GOUTTE

Sozusagen das Zipperlein haben in dem Sinn, dass man die Partie wohl verlieren wird. Syn.: le docteur qui me soigne, eh bien... il est malade ( mein Hausarzt... na ja, er ist krank ).

GRATONNER

Sagt man zu einer Kugel, die in ihrem Lauf von mehreren Hindernissen immer wieder abgelenkt wird.

IGNOMINIE BOULISTE

Wenn man eine völlig indiskutable Kugel spielt ( boulistischer Frevel ), große Katastrophe. Syn.: horreur des boules, Avoriaz.

INTERDIT

( verboten ) Gelände außerhalb des autorisierten Spielgeländes, wo Kugeln und Cochonnet aus sind.

JOUER LA GAGNE

Die Dreizehn machen.

LEVER, ENLEVER LA GAGNE

Versuch, dem Gegner die Dreizehn zu versemmeln.

LMMJV

Trainingsweltmeister. Man muss alle Buchstaben einzeln aussprechen. Es ist ein Begriff, der von Tahiti stammt und jene Spieler meint, die unter der Woche souveräne Leistungen zeigen, aber am Wochenende, bei den Turnieren, nur noch klägliche Ergebnisse erzielen. Die Bedeutung von LMMJV: Es sind die Anfangsbuchstaben der französischen Wochentage: lundi, mardi, mercredi, jeudi und vendredi. Tja - die Typen kennen wir doch alle, oder?

LUNETTE

( Brille ) Zwei Kugeln, die nahe beieinander liegen, mit einem einzigen Schuss entfernen.

LA MAIN                           Alles rund um die Hand :

MAIN OUVERTE

Mit der Hand unter der Kugel spielen, Handfläche nach oben.

JOUER SOUS LA MAIN

Normale Wurfhaltung, bei der der Handrücken nach oben zeigt, die Kugel von den Fingern mit der Handfläche nach unten gehalten wird.

LEVER LA MAIN

( Heb' de Arm hoch ) Hinweis, die Schusskugel hoch genug zu werfen, wenn eine verdeckte Kugel geschossen werden soll ( beim Schuß à la sautée ).

FAIRE LES MAINES

Quasi allein gegen die Gegner spielen.

CHANGEMENT DE MAIN

( Handwechsel ) Sagt man, wenn der Leger keine Kugeln mehr hat und der Schießer weiterlegen muss.

AVOIR DES MAINS DE PATI

Ungeschickt sein, zwei linke Hände haben.

MANGER LA FEUILLE

Bekommt ein Spieler gesagt, der für den Verlust der Partie verantwortlich ist ( beiß ins Gras! ).

MANGER LA TERRE

Das Maximum tun, um die Partie zu gewinnen.

MANQUER LE DÉPARTEMENT

Wird gesagt, wenn eine Kugel außerhalb des Spielfeldes landet.

MARQUE

1.) Spielstand;
2.) Striche, die man macht, um Kugeln oder Sau zu markieren.

MARQUER

Einen oder mehrere Punkte haben und sie auf dem eigenen Konto verbuchen. Bei der Frage nach dem Spielstand soll man zuerst die eigene Punktzahl und dann die des Gegners nennen.

MELONS

Sehr dicke Kugeln.

MÈNE

Zeitraum vom Sauwurf bis zum Spielen der letzten Kugel ( Aufnahme ).

METTRE TABLE

( Den Tisch decken ) So schlecht spielen, dass es für den Gegner ein leichtes ist, die Aufnahme zu gewinnen.

MORDRE

Mit mindestens einem Fuß die äußere Linie des Abwurfkreises übertreten.

MORT(E)

Aus. Alles, was die Spielfeldbegrenzung verlässt.

MOZART

( C'EST DU )

Sowohl beim Schießen als auch beim Legen traumhaft schön spielen.

NOYÉ

( Ertrunken ) Bezeichnung für den Verlust von Kugeln, die das Spielfeld verlassen.

NUL

( POINT NUL )

Wenn zwei Kugeln der gegnerischen Mannschaften die gleiche Distanz zur Sau haben.

OBLITÉRER

Einem carreau ein weiteres folgen lassen. Angebracht, wenn man statt Carreau den Begriff timbre ( Briefmarke ) benutzt.

OREILLE

( TIRER SUR L' )

Aufs Ohr schießen, also seitlich treffen.

PALET

Gelungener Schuss, bei dem die Schusskugel nahe an der Stelle liegen bleibt, wo sie getroffen hat.

PARTAGER

(Teilen) Sich mit den Gegnern darüber verständigen, sich z.B. ab Halbfinale oder Finale die ausgesetzten Preisgelder zu teilen und nur noch um die Pokale oder Meistertitel weiter zu spielen. Syn.: fader, aller au fade, couper, tout mettre dans le sac, s'arranger. Partie: Der Zeitraum eines Spiels, der notwendig ist, damit eine Mannschaft 13 Punkte macht.

PERDRE CONTRE PATÉ, JAMBON, BEURRE

Gegen eine Mannschaft verlieren, die normalerweise auf viel niedrigerem Niveau spielt als man selbst. Syn.: (Perdre) contre Pim, Pam, Poum; contre trois cabanons, se mouiller avec un parapluie.

PIÈCE (faire la)

Auslosen, welche Mannschaft anfängt.

PILETON (faire un)

Ein Carreau sur place schießen.

PLOMBER

Nennt man eine extrem hoch gespielte Kugel, die praktisch direkt nach der Bodenberührung liegen bleibt.

POINTER

Legen.

PORTÉE

Die Kugel mit einem hohen Bogen spielen, damit sie nach dem Auftreffen am Boden nicht mehr weit bis zum Ziel hat.

PORTÉE DE LAPIN

Eine völlig unkontrolliert hoch gespielte Kugel, die überall runterkommt, nur nicht da, wo sie sollte.

PORTER LES LISES

An Wettbewerben teilnehmen (seinen Einsatz zahlen) ohne jede Gewinnchance. Diese Unentwegten werden "PDM" genannt (Porteur de Mises). Letztlich ist aber jeder mal "PDM", oder?

POULE

Gruppe von drei oder vier Mannschaften, in der darum gespielt wird, wer im A - oder B - Turnier verbleibt.

POULE DE LUXE

Gruppe mit mindestens drei starken Mannschaften. Promenade de santé: leichte Partie.

PUTAIN

(Hure, Nutte) In der Provence oft gebrauchter Ausruf, wenn ein Wurf nicht so gelungen ist wie erwartet.

RACLER

Eine Kugel so schießen, dass sie weit vor ihrem Ziel den Boden berührt. Syn.: ramasser, rapuguer, rafler, raspaille, rabaillette, bidoule.

RAFLEUR

Spieler, der den "Schrappschuss" praktiziert; in Frankreich nicht gern gesehen, obwohl das Reglement diese Technik nicht verbietet.

RAIL

Gerät, mit dem man irreguläre Kugeln prüfen kann (z.B. gefüllte).

RAMI

Aktion, die ohne Glück nicht realisierbar wäre. Einen, dem so was öfter gelingt, nennt man "Ramirez".

RECUL

Rückstoß: parabelförmiger Schuß, der mit 45 Grad-Winkel voll auf Eisen auf die Zielkugel trifft, sie raus schießt und dann selbst noch eine gewisse Strecke zurückläuft, z. B. zur Sau. Diesen Schuß zu praktizieren ist noch anspruchsvoller und, wenn gekonnt, schöner als ein Carreau.

RENTRER EN DEUX

(Zu zweit ankommen) Beim Legen eine eigene Kugel so anspielen, dass daraus zwei Punkte werden. Syn.: charger une boule.

REPRENDRE LE POINT

Nachdem der Gegner den Punkt gemacht hat, so legen, dass der Punkt wieder beim eigenen Team ist. Syn.: faire une reprise.

RÉTRO

Schuß, der nach dem Aufprall auf eine andere Kugel wieder Richtung Wurfkreis zurück kommt.

SEPT (7) À DJÉ N'EN GAGNE DJÉ

Ausspruch, der in der Provence benutzt wird, um sich aufzumuntern, wenn man 0:7 zurückliegt : wer 7:0 führt, der stets verliert. Syn.: 7 arrête oder, mit der neun – il en a neuf, il est dans l’oeuf.

SAUTÉE

Schwieriger Schuß, weil die zu schießende Kugel hinter einer anderen versteckt liegt. In der Provence wird, obwohl offiziell verboten, nach Turnieren oft noch ein „KYO“ gespielt, d. h. es werden auf zehn Meter Distanz zwei Kugeln so hintereinander gelegt, dass der Abstand der beiden nur max. 10 cm betragen darf. Die Spieler, die sich daran beteiligen wollen, zahlen ihren Einsatz und wer am Ende die höchste Trefferzahl hat, gewinnt den Pott.

SE PAYER UN BEIGNET

(UNE GAUFRE)

Zum Spaß was schwieriges versuchen, obwohl es dem Spiel nicht angemessen ist.

SÈCHER UNE BOULE

Eine Kugel so hoch spielen, dass sie nach dem Runterfallen liegen bleibt ohne weiter zu rollen (trockene Kugel).

SERRER LE JEU

Die Aufnahme ist schlecht gelaufen; man muß die wenigen verbliebenen Kugeln dazu benutzen, um ein größeres Fiasko zu verhindern (das Spiel zumachen).

TABLE DE MARQUE

Wo man sich einschreibt und die Lizenz abgibt.

TENIR (FAIRE...)

Bei Zockpartien einem dritten, neutralen Spieler das eingesetzte Geld anvertrauen.

TERMITE

Sagt man über einen ausgezeichneten Leger. Syn.: il mange le bouchon (er frisst die Sau).

TÉTÉ PAR LES LIMACES

Damit wird ein Spieler bezeichnet, der aufgrund seiner 'Lahmarschigkeit' keine Chance hat, eine Partie zu gewinnen.

TÊTE- À- TÊTE

Spiel einer gegen einen.

TIRER

Die gegnerische Kugel wegschießen.

TIRER CINQUANTE DEVANT

Einen Schuß so absichern, dass man etwa 50 cm vor der gegnerischen Kugel aufkommt, um nicht darüber zu schießen (wird nicht als Raffelschuß klassifiziert!).

TAULE

(Kittchen) - Anderer Begriff für Fanny; à la taule (ab in den Knast!).

TRAVAILLER

Einer gelegten Kugel Effet geben. Syn.: tourner, chanfreiner, remonter, donner le coup.

TRIPLETTE

Dreiermannschaft.

TROU

Loch. Wer von uns hätte nicht schon viele gemacht. Das „Trou normand“ hat allerdings nichts mit Pétanque zu tun. Es entsteht beim Essen, wenn man eigentlich schon satt ist, aber noch so viele leckere Sachen auf dem Tisch stehen, dann gönnt man sich eine Pause, trinkt vielleicht einen Calvados, um so wieder Platz (Loch) für weiteren Genuss zu schaffen.

VRILLER

Der Kugel eine starke Drehung geben, so dass sie sich fast wie ein Kreisel dreht.

WAGON

Sagt man zu einer Aufnahme, bei der der Gegner viele Punkte macht.

XXL

Nennt man extrem dicke Kugeln (auch: melons).



Nachtrag: In der Provence habe ich einige Male einem Spiel zugesehen, das sich „petit port“ nennt. Das Ziel ist eine Münze, kann also nicht gezogen werden und man spielt auf eine Entfernung von nur zwei bis drei Meter. Der Sieger bekommt die Münze.


Ein herzliches "Dankeschön" an Michael Hornickel.
Diese Begriffe sind ein kleiner Auszug aus dem 1981 erschienenen Buch "Jeux de Boule - Pétanque und andere Kugelspiele" von Michael Hornickel, Verlag Klaus Guhl, ISBN: 3882203250. Es war das erste deutschsprachige Buch zum Thema Boule und Pétanque. Der Autor war zwischen 1981 und 1987 je zweimal Deutscher Meister und Vize und vertrat Deutschland bei der WM 1981 in Nevers mit Ebi Toepfer und Olaf Fingerhut. Bei seinen Aufenthalten auf den Bouleplätzen in der Provence hat er den Boulomanen fleißig auf den Mund geschaut und alles notiert.

A
ajouter:
hinzufügen; weitere Punktgewinne erzielen, nachdem der Gegner bereits alle seine Kugeln verspielt hat.

anglais (point de l¹):
Wird ein Punkt genannt, der nicht gut erscheint, sich aber schließlich als schwer zu gewinnen herausstellt.

arrive!:
Komm (an); Zuruf an eine zu kurz gespielte Kugel

avantage (avoir l¹):
Im Vorteil sein; mehr Kugeln auf der Hand haben als der Gegner
(Kugelvorteil)

B
bacéler:
eine Kugel mit voller Kraft wegschießen

baiser fanny:
Fanny küssen; eine Partie ohne Punktgewinn, also 0:13 oder 0:15, verlieren; auch: faire fanny, embrasser fanny

barrage:
eigtl. Schleuse; Ausscheidungsspiele bei einem Turnier zur Erreichung
einer günstigen Teilnehmerzahl (8, 16, 32, 64)

belle (faire la):
das Entscheidungsspiel austragen

béni: adj.
mit viel Glück spielen

bouchon: m
Zielkugel

boule devant, boule d¹argent:
alter Spruch unter Boulistes; eine kurz gespielte Kugel, die genau im Weg liegt, ist besser als eine Kugel hinter dem Ziel (alter Erfahrungswert).

boule sèche (tirer une):
eine bestimmte Kugel aus einem Haufen Kugeln herausschießen, ohne die anderen zu berühren.

bouliste:
Boules-Spieler, Kugel-Spieler

boulodrome: m
Kugelbahn; extra angelegter Boules-Platz

boulomanes: m pl.
Boules-Spieler, Freunde des Boules-Spiels

braquage: m
Ablenkungsmanöver durch Anstarren des Gegners, während dieser spielt
(verboten).

bras-cassé: m
schlechter "tireur"

but: m
Ziel, Zielkugel

biberon (faire un):
eigtl. Schnuller; eine Kugel so an die Zielkugel spielen, dass sich beide berühren.

C
cadrage (partie de):
Ausscheidungsspiel (siehe barrage)

cadre: m
Spielfeld beim Boule Lyonnaise

cagade:
eine Kugel verfehlen und dabei auch noch alles erdenkliche Unheil zu seinem eigenen Nachteil anrichten

carambolage:
Zusammenstoß; ein Wurf, bei dem durch eine Kugel mehrere andere versetzt werden.

caressur (une boule):
eine Kugel streicheln (oder streifen), ohne ihre Position zu verändern.

carreau (faire un):
eine Kugel derart werfen, dass sie genau den Platz der getroffenen Kugel
einnimmt (carreau sur place)

carrée (faire une):
ein Spieler hintergeht seine Partner und spielt für den Gegner.

casquette: f
Mütze; beim Schießen wird eine Kugel oben, auf der "Mütze" getroffen.

casser:
eine Kugel mit viel Kraft werfen ("casse le jeu", casse le bouchon" oder "casse la boule")

casser le bras:
Oeigtl. den Arm brechen; bedeutet aber soviel wie "aus der Fassung bringen" ­ irgendjemand stört den "tireur", so dass dieser nicht mehr trifft ("il me casse le bras").

cercle: m
Abwurfkreis

change la couleur!:
wechsel die Farbe!; Aufforderung an den Partner, ein "carreau" zu machen.

chiffon: m
Lappen; unentbehrlich zum Reinigen der Kugeln vor jedem Wurf

cinéma (faire du):
etwa "Theater spielen"; mit viel Getue und Gesten spielen (auch: faire le cirque)

cochonnet: m
Schweinchen, Zielkugel

coller à une boule:
eine Kugel so spielen, dass sie an einer anderen anlehnt oder "klebt" ("boules collées")

complémentaire:
Zusatzwettbewerb (für bereits ausgeschiedene Mannschaften und solche, die mal wieder zu spät gekommen sind)

concours de boules:
Boules-Wettbewerb (Turnier)

consolante: f
Trostrunde (von "consoler" = trösten)

contre (faire un):
wenn nach einem gelungenen Schuss die getroffene Kugel noch einige andere herumliegende Kugeln verschiebt.

cornichon: m
kleine Gurke; selten gebräuchliche Bezeichnung für die Zielkugel

D

demi-portée: f
wurftechnischer Ausruck; die geworfene Kugel setzt etwa in der Mitte zwischen Abwurfkreis und Zielkugel auf.

démonstration (faire une):
einen Gegner ,³vorführen"; deklassieren

désastre: m
Katastrophe: pathetische Bezeichnung einer ungünstig verlaufenden Spielphase

devant-de-boule:
seine Kugel so vor die gegnerische Kugel heranspielen, dass sie sich berühren. Der Gegner kann diese Kugel nun nicht wegschießen, ohne die eigene
zu versetzen.

donnée: f
die Stelle, an der die geworfene Kugel aufsetzen soll.

doublette: f
Mannschaft mit zwei Spielern und drei Kugeln pro Spieler

E
éclaircir le jeu (auch écarter le jeu):
mit einem Schuss mehrere Kugeln aus der Nähe der Zielkugel wegschießen; das Spiel übersichtlicher und leichter gestalten.

embouchonner:
einen ³biberon" nach dem anderen machen.

encadrer:
mehrmals auf eine Kugel schießen, ohne sie zu treffen; die Kugel wird von den Einschlaglöchern "eingerahmt".

F
faire les boules:
zur Ermittlung der Mannschaftszusammensetzung werfen alle Spieler gleichzeitig eine Kugel; die drei der Zielkugel am nächsten liegenden spielen zusammen usw.

fanny (embrasser, faire, baiser):
ohne Punktgewinn verlieren

fer (tirer au; tirer plein): m
eine Kugel aus der Luft voll ³aufs Eisen" treffen

feu (faire du):
sagt man über eine Kugel, die beim Aufprall Funken versprüht.

frapper une boule:
eine Kugel wegschießen

frotter:
eine Kugel wegschießen

G
gagner le point:
den Punkt gewinnen; seine Kugel näher an die Zielkugel spielen als der Gegner

galerie: f
Gesamtheit der Zuschauern, die eine Partie verfolgen.

garder sa boule dans sa main:
die Kugel zurückhalten; sie beim Abwurf zu spät loslassen, wodurch sie zu hoch und nicht weit genug fliegt.

garder ses boules:
seine Kugeln einbehalten; d.h. sie nicht spielen, weil der Punkt bereits gewonnen ist und mit den restlichen Kugeln höchstens noch Unheil angerichtet werden kann (sportlich?)

grignoter:
nur Pünktchen für Pünktchen vorankommen

gros-bras: m
ausgezeichneter Spieler, nur schwer zu schlagen

H
handicap: m
Punktvorgabe, die einem schwächeren Gegner gewährt wird (aus dem Englischen)

heureux: adj.
glücklich; mit Glück spielen

hors jeu: adj.
abseits; so wird eine Kugel bezeichnet, die das erlaubte Spielfeld verlässt.

J
jeu provençal: m
wird auf 15 bis 21 Meter gespielt; der "pointeur" macht einen Schritt aus dem Abwurfkreis und muss beim Abwurf auf einem Bein stehen; der "tireur" wirft die Kugel nach drei Laufschritten ab

jouer:
spielen, gleichermaßen für "pointer" und "tirer" gebräuchlich

jouer nature:
eine Kugel schön gerade spielen

L
long (être):
zu lang spielen; die Kugel rollt hinter die Zielkugel.

longue (jouer à la):
andere Bezeichnung für "jeu provancal"

lyonnaise:
Spiel mit großen Bronzekugeln auf ganz ebener Spielfläche

M
marquer les boules (le but):
mittels zweier Striche, die um eine Kugel (oder die Zielkugel) in den Boden geritzt werden, kann deren Position immer genau bestimmt werden

mêlé (concours à la m.):
ein Wettbewerb, bei dem die Partner ausgelost werden.

mène:
Aufnahme; der Zeitraum zwischen dem Abwurf der Zielkugel und dem Wurf der letzten Kugel; am Ende einer Aufnahme werden die Punkte gezählt; für eine Partie werden mehrere Aufnahmen benötigt.

mètre: m
Metermaß

milieu (jouer le):
beim "triplette" die Spielposition zwischen dem "pointeur" und dem "tireur"; wer in der Mitte spielt, sollte beides, sowohl legen als auch schießen, gut können.

mixte (concours):
Wettbewerb, bei dem Männer und Frauen "doublettes" oder "triplettes" bilden; meist aber "triplette", aus zwei Männern und einer Frau gebildet.

mort (le bouchon; la boule):
tot, rollt die Zielkugel oder eine andere Kugel über die vereinbarte Spielfeldbegrenzung hinaus, so ist sie tot (sie ist aus dem Spiel und zählt nicht mehr)

N
nocturne (concours en):
adj. nächtlich; Wettbewerb, der nach Anbruch der Dunkelheit beginnt (unter Flutlicht).

noyer le but:
die Zielkugel versenken; absichtlich oder unabsichtlich die Zielkugel so schießen, dass sie die vereinbarte Spielfeldbegrenzung überschreitet und das Spiel beendet.

O
oreilles (toucher aux):
an den Ohren treffen; eine Kugel seitlich oben treffen. Die Franzosen sehen die Kugeln menschlich und haben so alle möglichen Bezeichnungen für die Stellen, an denen sie eine Kugel treffen können: trifft er sie oben, so ist das auf den Kopf; streift er sie oben, so streift er die Haare; in der Mitte voll getroffen ist: voll in den Hintern; etwas seitlich ist in die Rippen, und trifft er von oben die hintere Hälfte, dann trifft er in den
Rücken.

P
palet (faire un):
"faire un carreau"

palet roulant: m
die geworfene Kugel rollt nach dem carreau noch etwas weiter.

paquet: m
Packet, Bündel; tirer dans le p. = in einen Kugelhaufen schießen; prendre un p. = ein ganzes Bündel Punkte (also viele) verlieren

pétanque: f
aus dem provenzalischen "péd tanco", also "pieds tanqués" = die Füße zusammen

petit: m
der Kleine; Zielkugel

plomber:
spieltechnischer Ausdruck; die Kugel wird in hohem Bogen geworfen, so dass sie nach dem Aufprall kaum noch weiterrollt; auf deutschen Boules-Plätzen häufig als ³plombieren" zu hören.

point (avoir le):
den Punkt haben; der Zielkugel am nächsten liegen

pointer:
im Unterschied zu "tirer" (schießen) der Versuch, möglichst nahe an die Zielkugel heranzuspielen; Übersetzungsmöglichkeiten: auf den Punkt spielen, legen, platzieren, punktieren, ranlegen, setzen

pointeur: m
Namen für s.o.; Leger oder Punktierer sagen manchmal deutsche Boules-Spieler.

portée: f
die Kugel wird in hohem Bogen geworfen und kommt in der Nähe der Zielkugel auf.

poussette: f
die Zielkugel oder eine Kugel anstoßen und günstig verschieben

préparer la donnée:
die Stelle, an der die Kugel aufschlagen soll, wird geprüft; häufig werden Steine verbotenermaßen entfernt.

Q
quadrette:
Spielformation beim "Boule Lyonnaise", vier gegen vier; die meisten großen Wettbewerbe werden in dieser Formation ausgetragen.

quadrillées (boules):
Kugeln mit vielen Rillen

R
rabaille/rabaillette:
unpopulärer Flachschuss; die Kugel wird mit viel Wucht auf eine gegnerische zugerollt.

raclette/rafle (tirer à la):
Flachschuss (s.o.); der so spielende Schütze wird abfällig "racleur" genannt.

raspaille: f
Flachschuss (s.o.)

recuire:
weichglühen; Kugeln werden nachträglich weichgeglüht, damit die Oberfläche nachgiebiger wird (verboten).

reprendre le point:
den Punkt zurückgewinnen; seine Kugel wieder näher an die Zielkugel spielen als der Gegner

reprise (faire la):
bei Gleichheit der Kugeln den Punkt gewinnen

rétro: m
das Zurückrollen der geworfenen Kugel in Richtung des Werfers nach einem "carreau"

rond: m
Abwurfkreis (35-50 cm Durchmesser)

rouler:
rollen; eine der drei Hauptwurfarten beim Legen (außerdem: portée und demi-portée)

roulette (jouer à la):
die Kugel vom Abwurfkreis bis zur Zielkugel rollen (s.o.)

S
sautée (tirer à la):
eine hinter einem Hindernis liegende Kugel oder Zielkugel schießen

serrer le jeu:
das Spiel eng machen; nachdem man den Punkt bereits aufgegeben hat, spielt man seine letzte Kugeln so, dass sie den Gegner behindern und es ihm fast unmöglich machen, noch mehr Punkte hinzuzufügen.

sous-main (jouer):
die Kugel wird so geworfen, dass die Handfläche in Richtung Boden zeigt.

super-mêlée (concours):
Boules-Wettbewerb, bei dem für jedes Spiel ein neuer Partner ausgelost wird.

sur-main (jouer):
die Kugel wird so geworfen, dass der Handrücken in Richtung Boden zeigt (etwa wie beim Kegeln); Gegenteil von "sous-main"

T

taper:
eine Kugel wegschießen

tentir le point:
den Punkt haben; der Zielkugel am nächsten liegen

tête (prendre une boule sur la t.):
eine Kugel oberhalb (am Kopf) streifen

tête à tête:
Einzelspiel, einer gegen einen, drei Kugeln jeder

tirer:
schießen, wegschießen; eine störende gegnerische Kugel wegschießen

tirer à cul:
berühren sich zwei Kugeln und liegen sie vom Abwurfkreis aus gesehen in einer Linie, so schießt man auf die erste Kugel, damit die zweite wegfliegt.

tirer au fer; tirer plein fer; tirer au ventre:
beim Schießen eine Kugel voll treffen, ohne vorher den Boden zu berühren.

tirette (boulomètre à): m
Messgerät aus Metall mit einem ausziehbaren Teil

tireur: m
Schütze; er hat die Aufgabe, gegnerische Kugeln wegzuschießen.

toucher (une boule, le but):
eine Kugel oder die Zielkugel treffen

tourner une boule:
einer Kugel Effet verleihen, sie andrehen oder anschneiden, damit sie eine Links- oder Rechtskurve beschreibt.

triplette: f
das Spiel drei gegen drei, 2 Kugeln pro Spieler; fast alle großen Pétanque-Wettbewerbe, auch die Weltmeisterschaften, werden in "triplette" ausgetragen.

trou (faire un):
ein Loch machen; daneben schießen; ein ,Luftloch¹ schießen

V
ventre (tirer au):
in den Bauch schießen; eine Kugel voll treffen, ohne vorher den Boden zu berühren.

vriller une boule:
einer Kugel beim Wurf Effet verleihen, so dass sie eine Links- oder Rechtskurve beschreibt.

Quelle: DPV

Dienstag, 01 Februar 2011 08:35

Sportart-Ausrüster

geschrieben von

Diese Aufzählung dient nicht Werbezwecken. Sie hat keinen finanziellen Background. Sie ist auch nicht vollständig. Sie stellt lediglich für unsere Mitglieder eine Möglichkeit der eigenen Informationsgewinnung dar.

Persönlich bekannte Allround-Ausrüster für Boule & Pétanque im Internet:

 

boule-partner.de

Inhaber: Michael Lewicki

Firmenanschrift: Freudenberger Str. 6,63927 Bürgstadt

Website: http://www.boule-partner.de/

 

bouli.de

Inhaber: Matthias Uhl und Adelheid Raab-Jung

Firmenanschrift
Holunderweg 9, 75443 Ötisheim

Tel: 07041/81188-22
Mobil: 0179/2449219
Fax: 07041/81188-29
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Website:http://bouli.de/index.php

 

Dienstag, 01 Februar 2011 08:24

Die Herstellung einer Boulekugel

geschrieben von

Von einer runden Stahlstange werden Zylinder des Gewichtes einer Halbkugelschale abgeschnitten.
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Der Zylinder wird erwärmt und gewalzt.
alt

Der Zylinder wird erwärmt und gewalzt zu einer relativ flachen Stahlscheibe
alt

In einer schweren Presse wird die Platte zu einer Halbkugel gepresst.
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Die Innenseite wird gesäubert, der Rand schräg angeschliffen und an die andere Kugelhälfte angepaßt. Anschließend werden die beiden Kugelhälften elektrisch verschweißt. Die entstandene Kugel wird auf Rundheit, Ausgewogenheitt, Durchmesser und Gewicht kontrolliert.

alt

Die Kugel wird auf der ganzen Oberfläche gleichmäßig gehärtet. Die Kugel wird poliert, erhält ein Muster und die vorgeschriebenen Angaben wie Marke, Gewicht und Serien-Nummer.

Und fertig ist deine Kugel.
alt

Quelle: DPV - Website

Sonntag, 16 Januar 2011 08:22

Sportart Boule & Pètanque

geschrieben von

Über unsere Sportart gibt es so einiges zu erzählen. Dies soll hier geschehen:

  • Zeittafel und geschichtliche Entwicklung der Kugelspiele
  • Geschichtliches zum Boule- & Pétanque-Spiel
  • Herstellung einer Boulekugel
  • Fakten bzgl. der Boulekugel, die jeder Wettkampfakteur wissen sollte
  • Begrifflichkeiten/Bezeichnungen in unserer Sportart (Boule-ABC)

 

Dienstag, 11 Januar 2011 16:55

Über unser Spielgerät

geschrieben von

Wissenswertes über unser Sportgerät: die Boulekugeln

Das Boulespielen hat gegenüber manch anderer Sportart entscheidende Vorteile:

  • Es ist für fast jedes Alter und für jede soziale Schicht geeignet, auch und gerade weil es - neben einem Satz (preiswerter) Boulekugeln - keiner weiteren Ausrüstung bedarf.  Selbst an die Boulekugeln brauchen diejenigen, die das Boulespiel nur als Freizeitvergnügen betreiben, keine besonderen Anforderungen zu stellen:
    Jeder Satz, der bei uns im Handel zu erwerben ist, eignet sich grundsätzlich zum Spielen. Es genügt, dass der Spieler immer die gleichen Kugeln verwendet und sich auf deren Eigenschaften einspielt.
  • Einen guten Spieler wird man daher kaum an der Marke, dem Preis, dem Aussehen und den (aufgedruckten) Eigenschaften seiner Kugeln erkennen können, sondern vielmehr an der geschickten Handhabung der Kugeln!

Ihr allgemeines Aussehen:

  • Wer sich in Frankreich, beim dem dort allgegenwärtigen Spiel umschaut, der wird sich um das Aussehen und das Material seiner Kugeln kaum Gedanken machen - alles was rund ist, scheint zum Spielen geeignet. Rostfrei oder nicht, das ist hier keine Frage! Bei uns, wo nicht so häufig zu den Kugeln gegriffen wird, genügt es, einen Satz Eisenkugeln zu besitzen, der durch Verchromung vor direktem Rosten geschützt ist. Feuchtigkeit durch Nässe und Handschweiß sowie Schmutz, sollte ohnehin direkt mit einem Tuch entfernt werden. Ein Staubtuch ist hierzu bestens geeignet! Rostspuren, die durch Aufbewahrung im feuchten Zustand dennoch auftreten können, verschwinden, wie jedermann selbst erfahren kann, durch Spielen von alleine wieder. Man kann daher vom Kauf der extrem teuren, rostfreien Kugeln (INOX) absehen!

Material:

  • Die Kugeln müssen aus Metall sein.
  • In die Hohlräume der Kugeln dürfen keine Substanzen nachträglich eingebracht werden - sie dürfen weder mit Blei noch mit Sand gefüllt sein!  Das sind die Vorschriften des F.I.P.J.P. (Federation International de Petanque et Jeu Provencal), das Material betreffend.
  • Boulekugeln sollten keinesfalls unrund und zu empfindlich sein!  Die Grundmodelle, der vom Verband zugelassenen Hersteller, entsprechen diesen Anforderungen. Eine kleine Auswahl dieser Hersteller ist dem Büchlein „Jeux de Boules“ von Michael Hornickel entnommen:

        La Boule Bleue R. Rofritsch
        Boules Ideale
        Boule JB
        La Boule Obut
        Boules Popula.

Herstellung:

  • Die Herstellung von Boules aus Stahl beginnt mit zwei, gut 4 cm dicken Rundstahlstangen von jeweils bis zu 10 cm Länge. Jedes Stangenstück wird nach Erhitzen zu einer Scheibe und durch Tiefziehen zu einer hohlen Halbkugel verformt. Zwei Kugelhälften werden elektrisch miteinander zu einer Rohkugel verschweißt und auf exakte Kugelform abgedreht. Danach werden sie verchromt und erhalten Riefungen.
    Wettkampfkugeln werden zusätzlich noch definiert gehärtet. Das Kugelinnere wird entzundert und die Kugel wird dann ausgewuchtet. Nach dem Vermessen erfolgen die Gravuren: Gewicht in Gramm, Durchmesser in Millimetern, eingeprägtes Warenzeichen, Seriennummer und Zeichen sowie die charakteristische Riefung (Schusskugeln werden auch riefenlos ausgeführt).

Eigenschaften:

  • Ein Spieler wird die für ihn beste Gewichts- und Durchmesserkombination selbst herausfinden. Durch Spielen mit immer denselben Kugeln, wird er sich auf deren Eigenschaften einspielen.

Trotzdem hier einige Merkmale, die der gezielten Auswahl beim Kauf dienlich sein können:

  • Eine Turnierkugel darf nach den Regeln zwischen 70,5 mm und 80 mm Durchmesser haben.
  • Da der Durchmesser von der Handgröße abhängt, gilt für Männer eine Größe zwischen 74 und 75 als Richtmaß.  Für Frauen und Jugendliche sind Kugeln mit entsprechend geringeren Durchmessern geeignet.

Beachte:
Eine Kugel mit geringerem Durchmesser ist leichter zu handhaben, als eine mit zu großem Durchmesser!
Das Gewicht der Kugel darf zwischen 650 g und 800 g liegen. 680 bis 700 g ist als Richtwert geeignet!

Materialhärte:
Für die Kugelhärte gibt es keine Vorschriften. Man verwendet in Frankreich Kugelhärten von

110 kg/qmm; = sehr weich (très tendre)
115 kg/qmm; = weich (tendre)
mittelhart (1/2 tendre)
140-160 kg/qmm; = hart (dure).

  • Harte Kugeln sind für harte, steinige Böden geeignet. Ihre Oberfläche ist widerstandsfähiger, aber sie prallen leicht ab. Weiche Kugeln sind für normale und nachgiebige Böden geeignet. Sie prallen weniger ab, sind also im allgemeinen sicherer zu plazieren. Ihre Oberfläche behält allerdings weniger gut die Form und ein gutes Aussehen.

Kugeln für Spezialisten:

Kugeln für den Leger oder Punkter (Pointeur):

  • Hier ist eine Kugel von Vorteil, die eher klein, dabei aber schwer ist.
  • Die bevorzugte Härte liegt bei mittelweich bis hart!

Kugeln für den Schießer (Tireur):

  • Die Kugeln sollten groß und eher leicht, in der Härte weich, bis sehr weich sein.
  • Die Oberfläche besitzt im Idealfall keine Riefung.

Kugeln für den nichtspezialisierten Mitspieler:

  • Die Werte der Kugeln liegen in den Eigenschaften und Maßen in der Mitte.

Zusammenfassend ist für die Auswahl von Boulekugeln zu sagen:

  • Als Material ist durch Verchromen rostfrei gemachter Stahl gut geeignet.
  • Weiche Kugeln haben die besseren Spieleigenschaften, harte Kugeln halten länger!
  • Für Männer sind Kugeln um 690 g mit einem Durchmesser von 74 mm zu empfehlen, für Frauen und Jugendliche gelten entsprechend geringere Durchmesser!
  • Haben sich Spieler auf eine bestimmte Spielposition spezialisiert (Leger, Schießer), so gibt es hierzu speziell geeignete Kugeln.
Donnerstag, 02 Oktober 2008 19:32

Geschichte des Pétanque-Spiels

geschrieben von

Es geschah in La Ciotat an einem schönen Junitag im Jahre 1907.

alt

Jules-le-Noir saß gesenkten Hauptes auf einer Bank. Nur ab und zu hob er den Kopf und schaute zu seinen Freunden hinüber, die sich in einiger Entfernung von ihm an einer Partie Jeu Provençal erfreuten. Und er, er war traurig, der arme Jules, denn ihn plagte schmerzendes Rheuma, das ihm unmöglich machte, seinem Lieblingsspiel zu frönen. Die drei Anlaufschritte zum Schießen bereiteten ihn doch zu große Qualen. Ausgerechnet er, ein Meister dieser Kunst. Jules stieß gerade einen langen Seufzer aus und wollte wieder in sich zusammensinken, als sein Freund Ernest Pitiot sich zu ihm setzte. Ernest kannte die Leiden des alten Champion und er hatte eine Idee:

"Wir spielen einfach auf eine kurze Distanz, ohne Anlauf und mit geschlossenen Füßen." (provenzalisch: " péd tanco", französisch: "piedstanqués")

alt

Gesagt, getan; die Partie war kurzweilig und wurde so leidenschaftlich geführt, dass die beiden am nächsten Tag weiterspielten und die folgenden Tage auch.

 

Jules fand seine Lebensfreude wieder, während das Spiel über La Ciotat hinaus bekannt wurde, Marseille eroberte und schließlich die ganze Provence. La Pétanque war geboren.

 

Quelle: Michael Hornickel, "Jeux des Boules"! – Pétanque und andere Kugelspiele

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