Vereinsmeisterschaften 2012

 Motto 2012:

 20 Jahre Bühler Boule-Club

 Termin

 Beginn

 Turnierform

 Sonntag, 15. April

 14:00 h

 Doublette supermêllée

 Montag, 03. Okt.

 14:00 h

 Tête-à-Tête

 

BBC-VM „Doublette supermêllée“ 2012

Die Vereinsmeisterschaft Doublette 2012 erspielten sich

  • Yann Savry und Franz Bröckl

Am Sonntagnachmittag, dem 15. April 2012, fand auf unserer Anlage die erste von zwei Vereinsmeisterschaften in 2012 in unserer Sportart Boule/Pétanque statt: die VM Doublette, im Modus „supermêllée, angewendet während dreier Vorrundenspiele. Dies bedeutete, daß in jeder dieser Vorrunden neue Doublette-Partnerschaften aus- bzw. zugelost wurden.

Die zweite Vereinsmeisterschaft, die „Tête-á-tête-Meisterschaft, findet am Montag, dem 3. Oktober 2012, statt.

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Zum besseren Verständnis:

Diese Vorgehensweise bei einer VM birgt mehrere Konsequenzen in sich. Mitglieder unterschiedlicher Altersgruppen, spielerischer Niveauebenen, individueller Einstellungen (Hobby/Freizeit gleich Boule & engagierter Wettkampf gleich Pétanque), möglicherweise diametral zueinander ausgeprägter Ansprüche und Engagiertheiten, fanden sich, wenn die Auslosung es so ergab, in einem Doublette-Team zusammen und spielten gegen eine Formation, die mit den gleichen Gegebenheiten ausgestattet war. Ein ganz besonders ausgeprägter Team-Geist war dann jeweils vonnöten, um das anstehende Vorrundenspiel erfolgreich zu absolvieren. Ein „Guter“ mußte auf seinen „weniger guten“ Spielpartner eingehen können, ihn/sie behutsam Anleiten und angemessen Motivieren – und umgekehrt mußte sich ein „weniger Guter“ besonders anstrengen und sich ggf. einfügen. Die „Hobby-Spieler“ konnten u.U. von den „Liga-Spielern“ profitieren, an deren spezifischen technischen wie taktischen Qualitäten teilhaben und so ihren Boule-Horizont erweitern. In der Regel musste sich der „arrivierte Spieler“ dem „Neuling“ anpassen. Ein „Guter“ mußte nun immer wieder das ausüben, auf das er eigentlich nicht so spezialisiert ist, wie z.B. im Spielbetrieb einer Mannschaft in der Liga, wo die Aufgabenübernahme im Wesentlichen feststeht. Er oder Sie mußte ein „praktizierender Allrounder“ sein, ein wahrhafter Pétanqueur, der alle Finessen der „unterschiedlichen Legearten“ sowie „Schußtechniken“ beherrscht, dies immer wieder trainiert, um es – wo auch immer und zu welchem Anlaß auch immer – ad hoq anwenden zu können. All dies  – und noch viel mehr – sind die Spitzfindigkeiten einer Vereinsmeisterschaft Doublette. All diese Besonderheiten sind die Herausforderungen an alle teilnehmenden Mitglieder. Ein hohes Maß an sozialem Einfühlungs- und Anpassungsvermögen wird allen Mitgliedern abverlangt. Gelingt es einigermaßen, dann haben die Beteiligten einen großen weiteren Schritt auf sich zu getan; gelingt es einmal nicht so gut, muß es im nächsten Spiel, mit nächstem Partner, erneut versucht werden. Bei einem solchen kameradschaftlichen Modus haben Begrifflichkeiten wie „Losglück oder -pech“ nichts verloren, da die wahre Meisterschaft in dem persönlichen Vermögen liegt, aus Vorgegebenheiten das Bestmögliche für sich selbst und für seinen jeweiligen Mitspieler zu machen. Auch sollte eine solche Veranstaltung mit „viel Spaß“ angegangen werden: nicht jedoch ist eine VM „nur zum Spaß“ da. Der dazu gehörende notwendige Ernst ist Voraussetzung, und gleichzusetzen mit dem Respekt, den man seinem Mitspieler entgegen bringt. Nur wenn ich Ihn/Sie „ernstnehme“, kann ich gleiches erwarten oder einfordern. Erst dann hat eine solche Meisterschaft die Qualität, die ihr gebührt.

(Persönliche Anmerkung des Autors).

Schon ab 13 Uhr begannen die Ersten sich aufzuwärmen. Jede/Jeder nutzte die Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Fast pünktlich um 14:00 Uhr begannen die Spiele in der 1. Vorrunde, nachdem die Vorstände Andrzej und Daniel (im 1. Bild unten die beiden Rechten, unter den kontrollierenden Augen von Herbert) das Organistorische bewältigt hatten und alle Teilnehmer begrüßt und auf das Procedere des Tages hingewiesen hatten.

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24 Mitglieder hatten sich eingeschrieben: Helmut, Andrzej, Franz, Daniel, Chris, Ina, Jacques, Antonius, Margarethe, Oliver, Max, die „Neulinge“ Viyal, Rudi sowie Yann, Klaus, Hannelore, Herbert, Rita, Mario, Rolf, Thomas, „Junior“ Malte, Philippe und Helmut A.

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Im Vorjahr waren es immerhin 31 gewesen. Nach den 2 Meisterschaften und 1 Vize-Meisterschaft im Ligaspielbetrieb 2011, dem „Antreten können/dürfen/müssen“ in jeweils höheren Ligen in diesem Jahr, eigentlich erstaunlich, daß nicht mehr diese Möglichkeit des personalen Kontaktes und des spielerischen Vorbereitens genutzt haben. Ist die Euphorie des Vorjahres schon wieder verraucht?

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Das war nun bei Allen angesagt: besser legen, besser schießen, den Gegner toppen, Siege genießen und Niederlagen aushalten und auskosten.

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Zwischen den Spielen (und danach sowieso) wurden Speisen gerichtet, gegrillt, gevespert, gequatscht – die Oberbekleidung dem Wetter angepasst und dann wieder gespielt.

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Nachdem dann alle 3 Vorrunden gespielt waren, wurde mittels einer Excel-Anwendung ermittelt, welche von den 24 Teilnehmern die 8 Sieg- und Punktbesten waren. Dies war das Ergebnis:

Rang Start-Nr. Name
   
1 19 Mario W.
2 10 Viyal
3 14 Yann
4 2 Andrzej
5 1 Helmut
6 3 Franz
7 8 Antonius
8 23 Philippe

Wie stets praktiziert ergaben sich daraus nun die Fomée-Paarungen (feststehende Doubletten) für die anstehenden Halbfinals bzw. für das spätere Finale:

Nr 1 & Nr. 8                           Mario & Phillippe

Nr. 2 & Nr. 7                          Viyal & Antonius

Nr. 3 & Nr. 6                          Yann & Franz

Nr. 4 & Nr. 5                          Andrzej & Helmut

Per Los wurden nun die Halbfinals bestimmt, die anschließend folgenden Ausgang nahmen:

Mario & Philippe : Andrzej & Helmut 13: 3
Viyal & Antonius : Yann & Franz 4: 13

 

 

Seit den Halbfinals war das Wetter umgeschlagen. Vorher galt es eine lausig kalte und steife Brise auszuhalten, nun begann es zusätzlich auch noch regnen. Die Platzverhältnisse änderten sich zunehmend. War es zuvor sehr staubig, pickelhart und schnell, mußte nun dieser Veränderung durch Nässe mit dem individuellen Vermögen „Umstellung des  persönlichen Handlings aufgrund veränderter Bedingungen“ begegnet werden.

Dies gelang dem Quartett im Finale unterschiedlich gut:

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Das Finale endete nach heftiger kurzer Gegenwehr relativ zügig:

Mario & Philippe     :     Yann & Franz     4:13

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(Bild oben, von links: Yann Savry, Franz Bröckl, Philippe Lasjaunias und Mario Werner)

Dem Vize-Meister-Doublette Mario Werner und Philippe Lasjaunias ein herzliches Dankeschön für ihr sportlich faires Spiel und Verhalten.

Unser neues Mitglied Jan, der im Bühler Team 1 in der Regionalliga Süd spielt, hat sich also hervorrangend präsentiert und eingespielt in seinen neuen Heimatverein Bühler Boule-Club e.V.. Herzliche Gratulation dazu!

Vereinsgründungsmitglied Franz konnte seinen 6. Vereinsmeistertitel insgesamt erspielen – nach seinem letzten Tête-á-tête-Titelgewinn im Jahr 2000 wurde es auch wieder einmal Zeit. Aus gegebenem Anlaß muß ich mir ausnahmsweise einmal selbst gratulieren. Was ich hiermit tue: Herzliche Gratulation dazu!

Ich bin mir aber sicher, daß ihr alle dies gerne unterschreibt.

Gedankt sei allen spielenden Beteiligten, der Kuchenspenderin Ina, die zusammen mit Chris auch einen neuen Grill zum Testen organisiert hatte, den freiwilligen Grillern und Helfern, allen Auswärtigen, die die Anreise dafür nicht gescheut haben, allen Jungen und Alten, den Etablierten und Neuen sowie dem Vorstand. Alle zusammen haben wir gewonnen!

Alle unsere Vereinsmeister findet ihr hier